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Evaluierung der Regenwasserbewirtschaftung auf dem Vaubangelände

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Wohin geht das Regenwasser im Vauban?

Während Regen für Natur und Landwirtschaft meist ein Segen ist, kann er durch  die Flächenversiegelung in Städten schnell zum Problem werden. Zur Entwässerung des Stadtteils Vauban südlich der Merzhausener Straße entschloss man sich 1997 ebenso wie im Rieselfeld zur getrennten Ableitung von Schmutz- und Regenwasser in einem „Trennsystem“. Im Vauban leiten gepflasterte Rinnen das Regenwasser den 2 Gräben zu, welche parallel zur Straßenbahn verlaufen. In diesen „Mulden-Rigolen“ soll möglichst viel des von Dächern und Straßen ablaufenden Regenwassers versickern. Für den Fall von Starkregen gibt es einen Überlauf in den Dorfbach.

Der damaligen Planung lagen bestimmte Annahmen über die Intensität und Häufigkeit von Niederschlägen, Größe der versiegelten Flächen sowie der zum Abfluss kommenden Regenmengen zugrunde. Ein 3-jähriges Forschungsprojekt an dem der im Vauban ansässige Regiowasser e.V. beteiligt ist, untersucht nun, in wie weit die damaligen Planungsgrundlagen mit der gebauten Wirklichkeit übereinstimmen.

 

Zahlreiche Daten zu Niederschlägen, Grundwasserständen und Versickerungsraten sollen die Frage beantworten helfen, wie viel Regenwasser in den Dorfbach gelangt und nicht versickert. Dazu wird z.B. auch erfasst, wie die unterschiedlichen Dachflächen zum Abfluss beitragen. So wird ermittelt welchen Rückhalteeffekt die vielen begrünten Dächer z.B. gegenüber Metall- oder Ziegeldächer haben. Ein besonderer Augenmerk des Projektes liegt bei der Frage , welchen Anteil des Regenwassers die Bäume im Vauban zurückhalten und welche Rolle Bäume bei der Regenrückhaltung in Zukunft spielen könnten.

Insgesamt möchte das Forschungsprojekt dazu beitragen, dass siedlungswasserwirtschaftliche Planungen in Zukunft noch besser zur Vermeidung von Hochwassergefahren, der Verbesserung des Stadtklimas sowie zum Wiederauffüllen des Grundwasservorrates führen.

Eine interaktive Webseite informiert über die Möglichkeiten einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, die jeder auf seinem Grundstück umsetzen kann. Zusätzlich lässt sich mit der Webanwendung FReWaB die Wasserbilanz von Grundstücksgestaltungen berechnen und mit einer natürlichen Fläche vergleichen.

Informationen zum Projekt, Abschlussbericht, Veröffentlichungen und Ansprechpartner: www.hydrology.uni-freiburg.de/forsch/regenwasservauban/

Webseite "Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung für nachhaltigere Städte" mit Webanwendung FReWaB

Wetterdaten der letzten 3 Tage für den Stadtteil Vauban unter: www.hydrology.uni-freiburg.de/vauban/wetterstation.html

Projektträger war das Institut für Hydrologie der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Regiowasser e.V. sowie dem Ing.-Büro Ernst & Co., Freiburg.

Finanziert/gefördert wurde es vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Stadt Freiburg (ESE) sowie aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG.

Laufzeit 08/2009 - 08/2013

 

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